Vereinsgeschichte

Im Jahr 1901 fassten einige Sänger des Gesangvereins Stambach den Entschluss, eine Schützenabteilung ins Leben zu rufen. Die Eintragung ins Vereinsregister als „Schützenverein 1901 e.V.Stambach“ und als eigenständiger Verein erfolgte im Jahr 1903.Nach dem 1.Weltkrieg war das Ausüben des Schiesssports bis zum 30.06.1930 untersagt. Ende November 1918 besetzten die Franzosen die Pfalz. Waffenbesitz war generell verboten. Die Alliierten verboten 1924 alle Vereine, die Mitglieder an einer Waffe ausbildeten. Nachdem sich die Franzosen am 30. Juni 1930 aus der Pfalz zurückzogen, waren die ersten Aktivitäten in den Schützenvereinen zu registrieren.

Unterlagen vom ersten großen Preisschießen des Vereins aus dem Jahre 1931 sind keine mehr vorhanden. Aber die Vereinsunterlagen der ehemaligen Schützenfreunde 1931 e.V. Zweibrücken bestätigen diesen sportlichen Großwettbewerb. Zwischen Frühjahr 1934 und 1945 mussten die Vereine die Segeln streichen, die sich dem damaligen politischen System nicht anpassten. Diejenigen die sich anpassten mussten das „Normalstatut des Dt. Schützenbundes“ übernehmen. Vereinsführer konnte nur werden, der durch den Gausportleiter bestätigt wurde.

Verboten wurde der Schießsport nach Ende des 2. Weltkrieges in unserer Region durch die Besatzungsmächte, bis 1952. Im Kreis Zweibrücken erlebte das Schützenwesen 1955 wieder die ersten Gehversuche.

  • Jahr 1960

Die Wiedergründung des Vereins fand am Samstag, den 01.10.1960 im Gasthaus Keller in Stambach statt. Es fanden sich 24 Personen ein. Der Versammlung wohnten Kreisschützenmeister, Herr Alfons Sandmayer aus Wattweiler, sowie Kreis – Schriftführer, Herr Fritz Schmidt aus Zweibrücken bei. Beide Funktionäre brachten in ihren Vorträgen sehr gute und lehrreiche Worte an uns.

Die 24 Gründungsmitglieder einigten sich auf den Namen: „Schützenverein 1901 Stambach“

Es waren anwesend:

Betz Peter, geb. 1880, Bachmann Pirmin 1929, Hüther Heiner 1942, Ziehl Friedrich 1944, Schlachter Egon 1936, Noll Hans 1940, Faulhaber Gerhard 1922, Selinger August 1936, Boos Josef 1937, Göttling Fritz 1920, Semar Alfred 1931, Stöckle Emil 1938, Ernst Anton 1914, Matheis Erich 1923, Fricke Karl Heinz 1942, Schwab Hans 1940, Rendgen Hermann 1938, Haberer Heinz 1940, Pathe Heinz 1931, Veith Herbert 1940, Schließmeyer Fridolin 1931, Schwab Güther 1939, Keller Emil 1909 und Hüther Gregor 1941.

  • Jahr 1976

Das 75 jährige Vereinsjubiläum mit einem großen Preisschiessen, an dem Sportschützen aus der gesamten Pfalz und dem Saarland teilnahmen. Der erste Schritt in Richtung eines eigenen Vereinsheimes wurde 1977 getätigt durch die damalige Vorstandschaft unter der Regie von Karl Siegenthaler und Initiator Hermann Rendgen mit einem Grundstückskauf, zwecks Erstellung einer Freischießsportanlage.

  • Jahr 1979

Die Mitteilung des Wirtes und Inhaber des Vereinslokals „Zur Pfalz“ Herrn Emil Keller, die Bleibe des Schützenvereins zum 01.09.1979 zu schliessen und zur Diskothek umzubauen, schockte Vorstandschaft und Mitglieder. Die Zeit zum Handeln war gekommen, der Grundstückskauf 1977 keine Fehlinvestition. Vom 01.09.1979 bis zur Einweihung unseres Schützenhauses stellten uns die Vereine Contwig (Luftgewehr und Luftpistole) und Oberauerbach (KK-Gewehr und Sportpistole) ihre Anlagen zur Verfügung.

Sportlich: Meistertitel und neuer Landesrekord für Hermann Rendgen mit 377 Ringen im Luftgewehr.

  • Jahr 1980

Der 30.06.1980 ein bedeutender Tag in der Vereinsgeschichte. Nach langwierigen Verhandlungen mit Behörden und sonstigen Institutionen gelang es dem vorsitzenden Karl Siegenthaler und Schriftführer Hermann Rendgen, die ihre Heimatkundekenntnisse durch zahlreiche Fahrten von Amt zu Amt innerhalb Rheinland-Pfalz auffrischten, die zum Baubeginn der Schiess-Sportanlage notwendigen Unterlagen, zahlreiche Gutachten, Genehmigungen und Finanzierung nach fünfjährigem unermüdlichem und selbstlosem Einsatz, zu beschaffen.

Sportlich: Der zur damaligen Zeit stärkste Sportschütze des Vereins, Hermann Rendgen, setzte seinen Höhenflug mit einem hervorragenden 6.Rang bei den deutschen Meisterschaften fort.

  • Jahr 1981

Sportlich: Nachwuchsschütze Marko Guterl qualifizierte sich nach einer ausgezeichneten Vorstellung bei den Pfalzmeisterschaften im Luftgewehrdreistellungskampf in der Jugendklasse für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften in Bad Kreuznach, wo er mit 287 Ringen ein Traumergebnis schoss und die Vizemeisterschaft gewann.

  • Jahr 1982

Einweihung am 20.03.1982 des in Eigenleistung erstellten Schützenhauses mit Aufenthaltsraum für 45 Personen, einer Luftgewehranlage (10 m) mit 10 Ständen, Sportpistolenstand (25 m) mit 10 Anlagen und Kleinkaliberstand (50 m) mit 8 Ständen. Prominentester Gast, der frühere Landrat des Kreises Pirmasens, spätere Staatssekretär im Umweltministerium Herr Dr. Klaus -Dieter Uelhoff übernahm die Schirmherrschaft und Festrede.

  • Jahr 1983

Sportlich: Hermann Rendgen zweifacher Landesmeister mit dem Luftgewehr und Zimmerstutzen in der Versehrtenklasse.

  • Jahr 1984

Sportlich: Neben den standardmäßigen Erfolgen bei den Kreismeisterschaften, schossen sich die Stambacher immer öfters in die Spitze des PfÃäzischen Schützenbundes hinein: 1.Platz für Hermann Rendgen bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften Luftgewehr mit 377 und 3.Platz für Bernd Rottmann 379 Ringe.

  • Jahr 1985

Sportlich: Einen Traumrekord erzielte Talent Harald Schieler bei den Kreismeisterschaften im KK-Liegendkampf mit 595 Ringen, der auch im Jubiläumsjahr noch immer Bestand in der Rekordliste hat.

Erstmals wurde das Königsschiessen veranstaltet. Schützenkönig wurde Gottfried Büffel, 1.Ritter Egon Schlachter, 2.Ritter Karl Siegenthaler.

Die Schützenkette und ihre Medaillen.

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  • Jahr 1987

Der schwärzeste Tag in der Vereinsgeschichte, der 12. Januar 1987. Ein Feuer vernichtete in nur kurzer Zeit das Schützenhaus mit Luftgewehrstand. Der unermüdliche Einsatz der Mitglieder und dessen Ehefrauen (ohne deren Bereitschaft zur Mithilfe, vor und nach der Bauzeit, bei Veranstaltungen jeglicher Art, Verständnis für die Ehemänner, die fast nur noch im Schützenhaus zu finden waren, wäre der Verein nicht zu dieser Anlage gekommen) machten es möglich im Spätjahr das wiedererbaute Vereinsheim samt Schiesssportanlage einzuweihen.

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Nur noch Schutt und Asche

  • Jahr 1994

Sportlich: Eine grandiose Saison für Klaus Dieter Nickel, Marko Guterl, Gerhard Stöckle, Gottfried Büffel und Ralf Weiß, die das 1.Luftpistolenteam nach einer starken Saisonleistung in der Pfalzliga West in die Eliteklasse, die Oberliga des Pfälzischen Sportschützenbundes führten.

Die Luftgewehrschützen standen in diesem Jahr den Kurzwaffenakteuren in Nichts nach, siegten als bestes Rundenkampfteam in der Pfalzliga West und errangen mit den Schützen, Michaela Anken, Mario Müller, Bernd Rottmann, Harald Schieler und Hans Müller, den Meistertitel und Aufstieg in die Oberliga.

  • Jahr 1995

Sportlich: Auf Meisterkurs bewegte sich die Kleinkalibermannschaft, der die Schützen Mario Müller, Harald Schieler, Bernd Rottmann und Hans Dieter Müller angehörten, die souverän die Ziellinie in der Pfalzliga West als stärkste Clubmannschaft überquerte und endgültig den Sprung ins Oberhaus schafften.

Den ersten Deutschen Meistertitel holte Mario Müller für Stambach im KK-Liegendkampf mit 590 Ringen in der Jugendklasse.

  • Jahr 1996

Sportlich: Nach mehrmaligen Versuchen gelang der Sportpistolenmannschaft der endgültige Durchbruch mit dem Aufstieg ins Oberhaus des Pfälzischen Sportschützenbundes. Zum Erfolg steuerten bei: Donald Mc Graw, Gottfried Büffel, Gerhard Stöckle, Marco Guterl und Klaus Dieter Nickel.

Der Meisterschaft des Vorjahres ließ Mario Müller im ersten Jahr der Juniorenklasse eine zweite folgen und zwar im Luftgewehr mit 392 Ringen.

  • Jahr 1997

Sportlich: Ein weiterer Cup landete Juniorenschütze Mario Müller im KK-Dreistellungskampf 3 x 20 Schuß, verfehlte mit 573 Ringen um nur einen Zähler das dritte Gold, war dennoch überglücklich über die Vizemeisterschaft und Silbermedaille. Gleichen sportlichen Stellenwert hatte sein 5.Platz mit hervorragenden 1148 Ringen in der Königsdisziplin der Gewehrschützen KK 3 X 40 Schuß.

  • Jahr 1998

Sportlich: Nach einer turbulenten Saison (KK-Gewehr Oberliga) mit ständigem Wechsel an der Tabellenspitze, besaß Stambach letztendlich den längeren Atem und sorgte für den bisher größten sportlichen Erfolg in der Vereinsgeschichte. Vor dem Erzrivalen aus der Westpfalz, dem ESCW Kaiserslautern und Serienrundenkampfsieger SG Schifferstadt wurde der Titel als beste Vereinsmannschaft der Pfalz errungen. Am überragenden Erfolg waren beteiligt: Mario Müller 576,17 Ringe, Harald Schieler 565,50 Ringe, Andreas Flicker 550,83 und Hans Dieter Müller 543,17 Ringe.

  • Jahr 1999

Sportlich: Licht und Schatten liegen über diesem Sportjahr. Die Oberliga mit dem Kompressionswaffen wurde neu reformiert, das heißt, sie wurde dem Austragungsmodus der Bundesliga und den Regionalligen des Deutschen Schützenbundes angepasst. Jeder schießt im Punktsystem gegen Jeden. Die Ligen wurden auf acht Mannschaften reduziert. Der neunte Platz aus der Saison 1998 reichte der Luftgewehrmannschaft nicht zum Verbleib in der Oberliga, Zwangsabstieg in die Pfalzliga West war die Folge. Diesen herben Nackenschlag steckte das Team mit Mario Müller, Sandra Manger , Bernd Rottmann, Andreas Flicker und Martin Hauk ohne große Mühe weg. Mit einem Startzielsieg führte Mario Müller sein Team, der souverän die Einzelwertung mit einem Schnitt von 392 Ringen gewann, zum Rundenkampfsieg und zur Startberechtigung am Relegationschießen zur Oberliga.

Das Luftpistolenteam schoss im Premierejahr der neugeschaffenen Oberliga eine unglückliche Runde, belegte punktgleich hinter dem schärfsten Konkurrenten um den Klassenerhalt, dem SV Herxheim, der im direkten Vergleich besser dastand, den 7. Rang. Somit blieb dem SV Stambach der Weg in die Relegation nicht erspart.

Im letzten und entscheidenden Rundenkampf vesagten der Sportpistolenmannschaft die Nerven, mußten Titelverteidiger SG 1851 Ludwigshafen trotz genügendem Vorsprung den Rundenkamfsieg auf der Ziellinie überlassen. Dennoch der Gewinn der Vizemeisterschaft war für Gerhard Stöckle 563, Marko Guterl 560,50, Donald MC Graw 559,33, Gottfried Büffel 559,00 und Klaus Dieter Nickel 547,33 Ringe, der bisher größte sportliche Erfolg seit der Angehörigkeit in der Oberliga.

Erstmals gelang es einem Jugendteam des Kreises Zweibrücken ins Finale der besten Jugendmannschaften, der Landesliga, vorzudringen. Stambach in der Besetzung Sandra Manger 378, Stephanie Schulz 374, Katharina Schwarz 378 und Kathrin Schneider 349, sorgten im Finale für eine faustdicke Überraschung, Titelverteidiger und Favorit ESCW Kaiserslautern, wurde der sicher geglaubte Sieg dank einer unglaublichen Moral und starken Siegeswillen der Stambacher Mädels entrissen.

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